Dunedin: Schafe und Pinguine auf einem Flecken Erde zusammen

Dieses Mal war meine Reise von kürzerer Dauer, nur ca. 2 Stunden bis nach Dunedin. Die Stadt an sich hat wohl nicht soo viel zu bieten, denn in Dunedin hat mich jeder Einheimische gefragt, was ich denn hier tun wolle. Dabei gilt die Stadt als „Capital of Wildlife“. Denn direkt neben Dunedin liegt die Otago Peninsula auf der es einiges an Tierchen gibt.

Da mein Zeitplan ja leider recht straff war, bin ich in meinem Hostel Manor House Backpackers gegen 13.00 Uhr angekommen und um 15.00 Uhr startete schon meine Tour mit ELM Wildlife Encounter. Die Zeit nutzte ich, um ein wenig in der Stadt herumzulaufen, allzu weit kam ich allerdings nicht. So viel hat die Stadt an sich auch wirklich nicht zu bieten.

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In Dunedin

Da es ja Mittagsessenszeit war habe ich mir einen neuseeländischen Döner gegönnt. Der Verkäufer war sehr nett und wollte auch schon immer mal ne Weltreise machen. Unser Gespräch musste ich dann aber abkürzen, weil ich wieder zurück zum Hostel musste. Ich sollte ja um 15.00 Uhr abgeholt werden…dem war aber nicht so, ne halbe Stunde stand ich da bei dem Dreckswetter (kann man ja auf den Fotos sehen) auf der Straße rum. Der Minivan war fast komplett besetzt und auf der 40-minütigen Fahrt zur Peninsula haben wir noch zwei Pärchen eingesammelt.

Unser erstes Ziel war ein Aussichtspunkt an dem man Albatrosse sehen kann. Diese Viecher sind ja riesig! Ihre Spannweite beträgt über 3 Meter! Unglaublich…da man die Vögel aber beim Fliegen über dem Meer beobachtet, ist es relativ schwierig sie zu fotografieren.

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Ein Albatros

Unsere Fahrerin war zusammen mit einem anderen Herr Tourguide, so dass sie uns noch etwas über die Albatrosse erzählt hat. Es ist wohl außergewöhnlich, dass genau an dieser Stelle Albatrosse nisten. Außerdem ist die gesamte Kolonie von einem Herrn vor Jahren schon markiert worden, so dass es wissenschaftlich gesehen ein wahres Paradies für Vogelliebhaber ist. Danach ging es mit dem Auto wieder weiter zu einem privaten Gelände, zu dem nur ELM exklusiven Zugang hat, weil der Schafsfarmer dort nur an sie vermietet. Dabei hatte ich dann aber auch mal die Gelegenheit ein neuseeländisches Schaf zu fotografieren – unser Guide meinte übrigens es gibt 53 Millionen Schafe in Neuseeland. Die Schafe werden immer weniger, weil ihre Wolle nicht mehr so populär ist. Wenn man überlegt, dass es 4,5 Millionen Neuseeländer gibt, finde ich die Zahl der Schafe dennoch beachtlich.

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Mäh

Vorher wurde schon angemerkt, dass man ein wenig laufen müsste. Das es natürlich mal wieder über Berge ging, war ja zu erwarten. Zunächst ging es aber bergab zu einer Bucht in der sich Hooker Seelöwen tummeln. Diese gehören wohl zu den seltensten Seelöwen.

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Hooker Seelöwen, wer kennt sie nicht

Nachdem wir diese Tierchen lange genug bestaunt haben, sind wir den Berg wieder hoch gekraxelt, um ihn auf der anderen Seite wieder hinunter zu laufen. Unser Ziel war diese Bucht:

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Dort kommen nämlich die Bewohner an Land, die ich unbedingt sehen wollte: Yellow-eyed Penguins. Diese sind ebenfalls recht rar, da sie verschiedene Verhaltensweisen an den Tag legen, die ihrer Vermehrung nicht wirklich positiv zuträglich sind, wie z.B. dass ein brütendes Paar sehr viel Platz um sich braucht und keine anderen Pinguine in ihrer Nähe akzeptiert. Wir traffen aber schon vor der Bucht in einem Stück hoch bewachsene Grünfläche auf Pinguine! 🙂 ELM hat den Bereich dort extra für die Pinguine angelegt und Fallen aufgestellt, damit keine Opossums oder wilde Katzen, die Pinguine zum Frühstück fangen. Die Pinguine scheinen das Areal gut anzunehmen, denn da saßen schon zwei.

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Yellow-eyed Penguin

Die heißen übrigens so, weil sie wirklich gelbe Augen haben. Zwar ist der gelbe Kranz rund um den Kopf sehr auffällig, aber auch die Augen selbst sind gelb und keiner weiß wozu sie das haben. Wir haben auf unserem Weg zur Bucht noch mehr gesehen. Dabei konnten wir auch beobachten was passiert, wenn ein Pinguin den anderen nicht leiden kann. Der eine ist ganz wild auf den anderen los bis der Angegriffene versucht hat sich am Strand abzusetzen. Ist das niedlich, wenn Pinguine versuchen am Strand zu rennen. 🙂 Vom Kampf selber hab ich keine Fotos gemacht, das wäre eh nix geworden…

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Auch der Blue Penguin nistet hier. Dafür gibt es extra eingerichtete kleine Nistplätze. Der blaue Pinguin ist allerdings im Gegensatz zu seinem gelbäugigen Cousin nicht selten.

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Zur Abwechslung ein Blue Penguin

An der Bucht haben wir dann Pinguine aus dem Wasser laufen sehen und die sind auch recht zielstrebig gelaufen und wir waren ihnen sehr nahe. Es wurde aber darauf geachtet, dass es nicht zu nah wurde. Der Pinguin hatte auch immer Vorfahrt.

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Die zwei Pinguine vor und hinter dem Holzstück waren übrigens die zwei, die sich nicht mochten

Am Strand lagen dann auch noch ein paar Seehunde rum, zumindest meine ich das so zu erinnern. Den Unterschied zwischen diesen ganzen Seeviechern habe ich immer noch nicht in mein Hirn bekommen.

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Seehund (?!)

Wir überquerten den Strand und kamen zu einem kleinen Aussichtspunkt. Von einer Art Hütte aus konnten wir die Pinguine sehen, aud dem selben Hügel auf dem die Schafe grasten. 🙂 Was ein surreales Bild: Schaf und Pinguin an ein und dem selben Ort!

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Kann jeder den Pinguin sehen?

Ab da war es leider schweinchenkalt, so dass ich nicht mehr so viele Fotos gemacht habe. Wir sind dann zu noch einem Aussichtspunkt, aber die zwei Fotos, die ich da gemacht habe, sind auch nicht so dolle geworden.

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Damit endete auch unsere Tour. Sehr positiv fand ich, dass wir in zwei Gruppen aufgeteilt wurden, weil wir so viele waren. Das war sehr angenehm. Am Bus traffen wir uns dann alle wieder und es ging zurück in die Stadt. Ich war sogar die zweite, die man abgesetzt hat. Ich hatte auch gar keine Lust eine Stadtrundfahrt vorbei an Dunedins Hotels zu machen. Das Hostel in dem ich war, war eine alte Villa, was recht nett anzusehen war, aber es war sooo kalt! Im Endeffekt war ich dort ja auch wirklich nur zum Schlafen, habe es mir gar nicht richtig angeschaut. Am nächsten Tag ging es ja schon wieder weiter nach Akaroa.

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