Christchurch: ein rundum entspanntes Wochenende

Kajaken mit Delphinen fiel für mich ja aus an diese Morgen. Die anderen beiden sind zwar ein wenig auf dem See gepaddelt, aber Delphine haben sie nicht gesehen – somit alles richtig gemacht. Aufgrund dessen war ich früh wach und habe mich dazu entschlossen in Akaroa ein zweites Frühstück einzulegen und dann nach Christchurch weiter zu fahren. Glücklicher Weise kannte ich dort ja auch jemanden, nämlich Sandra, mit der ich zusammen im Nord gearbeitet habe. Ich hatte wieder mal Glück, denn Sandra wohnte sehr hübsch gelegen mit einer phantastischen Aussicht auf Christchurch.

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An dieser Stelle noch mal Danke an Sandra, die mich so lieb hat willkommen geheißen und mir eine riesige Freude mit gutem deutschen Bier gemacht hat.

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Das beste Willkommensgeschenk ever 🙂

Den Abend haben wir dann mit dem Konsum des Bieres verbracht, wir hatten uns natürlich auch einiges zu erzählen. Sandra hatte Deutschland einen Monat vor mir verlassen und somit gab es einiges zu berichten. Am nächsten Tag war dann auch glücklicher Weise das Wetter besser und die Motivation das Haus zu verlassen, war größer. Da sich die Anzahl meiner Socken (schon wieder!) auf dramatische Weise dezimiert hat, sind Sandra und ich zu einer Mall gefahren. Vorher sind wir noch bei einem Sushi-Laden vorbei, der, was mich überrascht hat, günstig war. 🙂

In der Mall habe ich dann tatsächlich neue Socken bekommen. Man möge das jetzt als banal abtun, aber in manchen Ländern ist es gar nicht so einfach kurze schwarze Socken Größe 40 zu finden. In der Mall habe ich dann noch ein paar mehr Dinge käuflich erworben und wir haben im Supermarkt alles eingekauft, um abends Pizza backen zu können.

Nachmittags sind wir dann mit Slim, der Hund der bei Sandra und Ruben wohnt, Gassi gegangen. Soo süß! Hätte ihn ja am liebsten mitgenommen, aber da waren die beiden dagegen… Dennoch auf unserem Spaziergang runter zum Strand hatten wir ein paar tolle Aussichten auf den Strand von Sumner, dem Stadtteil in dem Sandra wohnt.

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Am Strand war es richtig nett und auf dem Rückweg habe ich noch einen kleinen Snack bei einem Imbiss gegessen – man weiß ja nie wann es die nächste Mahlzeit gibt, nicht wahr?

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Der Strand und Slim

Christchurch wurde im Februar 2011 ja sehr stark von einem Erdbeben zerstört und bis heute gleich die Stadt an manchen Stellen mehr einer Geisterstadt. Auch in Sumner stehen halb zerstörte Häuser auf einem Hügel, komplett verlassen, weil die Bewohner sie nicht mehr betreten dürfen.

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Gezeichnet vom schlimmen Erdbeben in 2011

Am Strand liegen auch noch Steine, die beim Erdbeben dorthin hinunter gefallen sind.

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Zum Abendessen gab es dann selbstgemachte Pizza. Ruben hat den Teig zubereitet und wir haben alles geschnitten was es so zum Belegen einer Pizza gab. Das Ergebnis konnte sich sehen und auch schmecken lassen. 🙂

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Selbstgemachte Pizza, lecker!

Am Sonntag war das Wetter dann wieder eher regenerisch und graud, aber wir waren um 11.00 Uhr mit einer Freundin Sandras und deren Eltern verabredet. Obwohl Christchurch zum Teil wirklich ein wenig gruselig erscheint, da Teile der Stadt so aussehen als wäre das Erdbeben gerade erst passiert, wird versucht die frei gewordenen Flächen neu zu beleben und temporär auszufüllen z.B. mit diesem Park aus Paletten oder einem Café in einem Bus.

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Zu fünft sind wir durch die Stadt gelaufen und haben einige Beispiele für Häuser gesehen, die noch nicht wieder in Stand gesetzt wurden. Vor dem Erdbeben konnte man mit einer Art Tram durch die Innenstadt Christchurchs fahren, diese ist aber mehr oder weniger immer noch komplett zerstört. Mein Navi wollte mich bei meiner Anreise mehrmals durch Straßen lotsen, die abgeriegelt waren. Vorher aber noch ein paar nette Bilder von Christchurch.

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Christchurch von seiner grünen Seite

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Christchurch nach dem Erdbeben

Krass fand ich den Cathedral Square und die Kathedrale an sich, als wäre sie erst ein paar Minuten vorher eingestürzt.

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Die Kathedrale in der Innenstadt

Dennoch wurde auch hier versucht das Ganze irgendwie positiv neu zu beleben wie mit dieser Art Vorhaus durch das man nun in die Kathedrale schauen kann.

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Ebenfalls noch immer geschlossen ist die Art Gallery, sie sollte eigentlich schon vor einiger Zeit neu eröffnen, hat sie bisher aber nicht. Ich mochte aber den Gartenzwerg, den man über den Zaun erspähen konnte.

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Art Gallery Christchurch – noch immer geschlossen

Zum Mittagessen waren wir in einem netten Restaurant und dort hatte ich dann meine letzten Eggs Benni, wie der Neuseeländer sagt. Danach sind wir zur neuen Innenstadt in Christchurch gelaufen, die komplett aus Schiffscontainern besteht.

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Containerstadt – ein Ersatz für die zerstörte Innenstadt

Anschließend haben wir einen kleinen Ausflug zum Hafenstädtchen Lyttelton gemacht. Sandra und ich sind vorgefahren, da die anderen noch einkaufen mussten für ihre Weiterreise. In einer leicht abgefahrenen Bar, der Wunderbar, geführt von zwei Deutschen, hatten wir entspannt ein paar Kaffee mit Aussicht auf den Hafen.

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Lyttelton

Danach haben wir uns auf den Heimweg gemacht, denn ich musste noch packen. Welch Freude…alles was vorher im Auto herumflog, musste nun in meinen kleinen 42 plus 10 Liter Rucksack. Während dessen hat Sandra, nett wie sie ist, das Abendessen gekocht, vegetarische neuseeländisch Pies und die waren echt lecker!

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Danach haben wir den Abend entspannt auf der Couch verbracht, sehr früh bin ich dann aber in die Heia, denn um 3.30 Uhr musste ich aufstehen, um meinen Flug nach Singapur zu bekommen.

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Noch ein Abschiedsfoto mit Slim

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