Legian (Bali): Sarong, Massage or Transport?

Unser Flug am nächsten Morgen hatte wieder eine traumhafte Uhrzeit um 7:30 Uhr sollte der gehen. Leichte Angst war beim Gepäck aufgeben vorhanden, da wir eigentlich nur 15 kg pro Person aufgeben durften, die nette Dame hat aber bei keinem was gesagt – auch bei mir nicht mit dem Spitzengewicht der Gruppe: 18 kg. Noch schnell Flughafensteuer bezahlt und dann flogen wir mit LionAir nach Denpasar. Den Flug verschlief ich komplett, er war auch nur eine Stunde lang. Als nächstes brauchten wir ein Taxi nach Legian, das liegt direkt neben Kuta – dem Partyort Balis. Wenn man zu viert reist und dann noch in einer Frauengruppe kommt ja etwas an Gepäck zusammen, das haben die Taxifahrer dort gleich mal ausgenutzt und wollten uns zwei Taxis verkaufen. Das haben wir aber abgelehnt und sind dann mit einem anderen Taxiunternehmen als dem vom Flughafen gefahren. Ging auch alles gut und wir kamen in unserem Hotel „Puri Naga Sea Side Cottages“ an. Das Hotel muss in den 70ern mal der Hammer gewesen sein, von außen sieht es auch immer noch recht niedlich aus, aber innen ja gut da sieht man den Zahn der Zeit. Dennoch es war groß, hatte eine Klimaanlage und das Personal war freundlich, außerdem hatten wir nur ca. 1 Minute zum Strand zu laufen.

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Puri Naga Sea Side Cottages

Den haben wir uns dann doch gleich einmal angeschaut, kurze Verhandlungen den Liegenpreis betreffend und da lagen wir am Double Six Beach. 🙂

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Double Six Beach

Jetzt im Nachhein wird mich Bali wohl nicht so schnell wiedersehen. Es ist einfach zu touristisch, andauernd fragt einer „Transport?“ – äußerst intelligent das vier Personen zu fragen, wenn man als Beförderungsmittel nur einen Roller hat. Auch „Masssaageeee?“ wird einem alle 3 Minuten entgegen gerufen. Für meine Wäschen wollten sie dann auch noch Wucherpreise von 200.000 Rupiah (ca. 12€) über 10.000 Rupiah für ein T-Shirt bis ich dann jemanden fand der pro Kilo gewaschen hat. Nach dem Strand sind wir uns abends noch ein anderes Hotel anschauen gegangen, das war aber wohl gerade im Umbau, so dass dies keine Option war. Gegessen haben wir dann sehr gut, es gab Curry, sehr lecker. Nach ein paar Bieren sind wir dann auch zurück ins Hotel.

Der nächste Tag war leider wettermäßig nicht so dolle, so dass wir auf der Einkaufsmeile Kutas/Legians (so ganz habe ich die Abgrenzung nicht verstanden)
shoppen gegangen sind. Ich brauchte ja schließlich was neues zum Anziehen für meinen bevorstehenden 30. Geburtstag. Ich wurde auch fündig, noch einmal herzlichen Dank an meine Einkaufsberater. Kathi, Stevie und ich haben dann noch einen Stopp für ein anti-alkoholisches Kaltgetränk eingelegt und da war der Tag auch schon wieder fast vorbei. Abends sind wir dann ins „Mozzarella“ gegangen, ein hübsches, wenn auch etwas teureres Restaurant. Meine Shrimps hatten auch mehr die Größe einer Vorspeisenportion, dafür gab es zwei Cocktails zum Preis von einem, wenn auch diese eher in kleinen Gläsern ausgeschenkt wurden.

Wir saßen dort so lange bis das Restaurant tatsächlich geschlossen hat, das war allerdings noch recht früh gegen halb Elf. So sind wir zu einer weiteren Bar und haben dort noch das ein oder andere Bintang zu uns genommen bis auch diese Bar schloss. Stevie konnte ich dann auch noch überreden in einer weiteren Bar auf „ein Bier“ zu gehen. Daraus wurden dann 5 und wir tanzten fröhlich zu einer Live-Band, die so absolut nicht meine Musik gespielt hat.

Am nächsten Tag war das Wetter dann auch wieder besser und wir haben wieder einen Strandtag eingelegt. Viel zu erzählen gibt es davon nicht, außer dass wir in der Gruppe ca. 13 Sarongs bei einer Strandverkäuferin gekauft haben. Am Strand spielt sich leider wie zu meist an solchen Orten das Selbe (oder das Gleiche, what ever) ab, man wird andauernd angesprochen, ob man nicht folgendes käufllich erwerben möchte:

– Sonnenbrillen (auch wenn man seine demonstrativ auf der Nase trägt)
– Schiffe, die man im Wind fliegen lassen kann
– Schmuck
– 50 cm große Buddhamasken
– kleine Elefanten aus „Silber“
– Eiscreme
– Früchte

Desweiteren kann man sich noch einer professionellen Massage, Fußpflege oder Maniküre unterziehen, wahlweise steht auch ein vertrauenswürdiger persönlicher Eincremer allzeit bereit. An diesem Tag waren wir aber nicht nur am Strand, wir hatten uns für abends vom Hotel aus einen Fahrer organisieren lassen, der mit uns zu einem Tempel fahren sollte: Ulu Watu. Angeblich einer der tollsten Tempel zum Besichtigen. Um 17 Uhr ging es los und die Gruppe war schon leicht hungrig, wir hatten aber keine Zeit mehr für einen Snack.

Auf dem Weg hielten wir noch an einem sehr kleinen Strand Padang Padang, der super fürs Surfen sein soll. Dort hielten wir dann für einen kleinen Aussichtsstopp.

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Padang Padang

Der Tempel Pura Luhur Ulu Watu wurde direkt an einer Klippe erbaut und thront über dem Meer. Im Lonely Planet wird der Tempel als super schön beschrieben, wir waren dann doch eher enttäuscht. Man konnte den eigentlichen Tempel gar nicht betreten, die hochgelobte balinesische Tanzvorführung war total überteuert (weshalb wir sie uns auch nicht angeschaut haben) und wir waren nicht die Einzigen, die die Idee hatten sich den Sonnenuntergang dort anzuschauen.

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Pura Luhur Ulu Watu

Unser Fahrer warnte uns vor dem Betreten des Tempels noch vor den Affen, die gerne Sonnebrillen, Wasserflaschen oder alles andere nicht niet- und nagelfeste klauen. Beim Sonnenuntergang haben wir dann auch welche gesehen, die ließen sich auch ganz brav fotografieren.

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Weniger brav war einer der Gesellen dann als er Kathi’s Wasserflasche geklaut hat. 🙂 So ein schlaues Tier, hat die Flasche aufgebissen und daraus getrunken!

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Da war sie weg die Flasche

Bei meinem kurzen Versuch die Flasche davon abzuhalten auf den Affen zu zu rollen, hat er mich richtig böse angefaucht mit fletschenden Zähnen. Bin ja gegen Tollwut geimpft, aber da habe ich ihm die Flasche doch kampflos überlassen. Nach Betrachten des Sonnenuntergangs, wurden wir von unserem Fahrer dann zum Abendessen in ein sehr schönes, aber teures Restaurant gefahren. Da es uns zu teuer war, sind wir dann den Heimweg angetreten.

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Sonnenuntergang bei Ulu Watu

Allerdings nicht ohne einen Stopp bei einer internationalen Fastfood Kette einzulegen. Leider Gottes war aber wohl ganz Bali bei McDonalds, denn innen war alles voll und die Schlange zum Drive-Through war auch ewigst lang. Wir also entschieden, wir fahren weiter ohne Cheeseburger-Snack. Dummerweise war der Parkplatz so voll, dass wir in der Schlange zur Ausfahrt anstanden und dann auch gleich doch in der Drive-Through Schlange hätten bleiben können, naja. Unser Fahrer hat uns dann in Legian rausgelassen und wir sind bei dem Laden, bei dem wir unsere Currys hatten eingekehrt. Da waren alle glücklich als die Teller mit Essen kamen. :p Danach sind Stevie und Kathi dann zur Massage und Kati und ich haben Ausschau gehalten nach einem Laden, der vertrauenswürdig genug aussah, um unsere Füße und Hände machen zu lassen. Bzw. Kati eine Pediküre und ich eine Maniküre. Was ein Erlebnis: das ca. 19-jährige Mädel hat da mit einem Druck an meinen Nägeln rumgemacht, nee das ging gar nicht. Auch das zweite Mädchen, das es versucht hat, hat krumm und schief gefeielt. Da bin ich ja eigen und habe das nach 3 Nägeln abgebrochen. Der Besitzer meinte dann „try another girl“, aber bei nur noch 7 verbliebenen Nägeln war mir das Risiko zu hoch und ich habe meine Nägel selbst gefeilt. 🙂

Am nächsten Tag stand Kultur auf dem Programm. Wir hatten unseren Fahrer nämlich noch für zwei weitere Tage bestellt. Dafür hat der Gute von uns auch 1,2 Millionen bekommen. Das sind so um die 72€, dafür dass in Indonesien das jährliche Durchschnittsgehalt bei um die 3.500 Dollar liegt, war das ja kein allzu schlechtes Geschäft für ihn. Dabei hat er mit Sicherheit auch noch ein wenig Provision erhalten, denn er hat uns am nächsten Tag erstmal zu einer Kaffeeplantage gefahren, damit wir dort eine Verkostung durchführen konnten. 🙂

Das war aber gar nicht so uninteressant, denn neben Kokoskakao, grünem Tee, Safran Tee, Rosen Tee und noch vielem mehr konnten wir auch den besonderen Kopi Luwak probieren. Das ist der Kaffee, der sein besonderes Aroma dadurch bekommt, dass die sogenannte Schleichkatze die Bohnen frisst und wieder ausscheidet. Zwar mussten wir für das Tässchen 3€ zahlen, aber wenn man schon mal da ist, probiert man das ja auch.

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Der Verkostungspavillon, die Teesorten und der Katzenkaffee

Beim Geschäfte machen kennen die Indonesier ja nix, mitten im Nirgendo kann man natürlich im Shop auch mit Kreditkarte bezahlen, da wir ja gute Touristen sind, haben einige Mitglieder der Gruppe auch käuflich Produkte erworben. Vor der Verkostung konnten wir uns die Schleichkatze auch anschauen, die armen Viecher sitzen da den ganzen Tag nur im Käfig. Angeblich sind diese aber nur zur Ansicht dort eingesperrt, weitere 40 würden frei auf der Plantage leben, um ihre Arbeit dort zu verrichten.

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Schlafende Schleichkatze

Auf dem weiteren Weg zu einem weiteren Tempel hielten wir noch an einem Aussichtspunkt. Auch dort würde wohl jeder PETA-Aktivist die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Dort kann man Fotos machen mit Flughunden, Schlangen, Affen und Eulen, die armen Dinger sitzen da den ganzen Tag in der prallen Sonne – oder wie an diesem Tag im Regen und müssen sich von depperten Touristen hochhalten lassen. Nee nee, also da brichts mir ja das Herz. 🙁

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Unser Fahrer gestaltete unseren Tag immer sehr abwechslungsreich und wusste immer noch einen Tempel mehr, den wir uns anschauen konnten, so machten wir Halt beim Daya Tarik Wisata Ulun Danu Beratan gemacht. Ich hoffe zumindest, dass das der Name des Tempels war. 🙂

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Dort sind wir dann ein wenig rumgelaufen, aber ohne Führer, so dass ich nicht wirklich was zu dem Tempel erzählen kann. Außer dass Frauen ihn nicht betreten dürfen, wenn sie ihre Periode haben.

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Auf dem Tempelgelände standen dauernd so unschöne Tierfiguren herum, die fanden wir dann richtig spannend und haben ein paar Fotos gemacht. Man könnte auch denken, wir wären in DisneyWorld gewesen.

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An diesem Tag stand echt viel auf dem Programm, wie ich gerade merke. Zum Mittagessen sind wir dann zu den 3 Lakes gefahren. Nach der Erfahrung vom vorherigen Abend brachte unser Fahrer Norman uns zu einem landestypischen billigen Restaurant, das Essen war lecker und wir hatten eine schöne Aussicht.

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Sehr interessant: die Art und Weise um die Aufmerksamkeit der Bedienung zu erlangen

Bevor wir dann beim Monkey Forest waren, hielten wir auch noch um uns ein der für Indonesien typischen Reisterrassen anzuschauen. Leider war es immer noch etwas trübe und regnerisch. Als wir dort unsere Fotos machten, haben zwei deutsche Mädels versucht mit dem Roller etwas zu schnell über den Schotter auf dem Parkplatz zu fahren und haben sich dabei gut hingelegt. Hilfe war aber gleich da und es ist auch nichts schlimmes passiert, glaube die waren beide mehr geschockt als verletzt.

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Reisterrassen

Dann waren wir aber doch irgendwann beim Monkey Forest. Laut Lonely Planet sollen sich in diesem Park 3 Tempel befinden, die ich persönlich nicht wirklich gesehen habe. Die Affen waren aber auch schon Spaß genug. Eine mit Stock bewaffnete Dame führte uns eine gute halbe Stunde durch das Gelände und dabei saß doch der ein oder andere Affe auf uns. 🙂

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Die Affen sind los!

Auch hier am Ende des Rundgangs: Fotos mit Flughunden – wieder arme Viecher. Wobei die da freiwillig hängen, einer ist nämlich eine Runde geflogen und kam zurück als sein Besitzer ihn rief. Ebenfalls etwas befremdlich war, als unser Guide am Ende meinte, so die Tour wäre nun vorbei, wir könnten dann jetzt ihren Shop besuchen. Da öffnet sie zwei Holztüren und dahinter verbirgt sich jede Menge Kram…wir haben ihr dann etwas Trinkgeld gegeben, denn sie hatte einfach nix schönes. Davon war sie nicht wirklich begeistert, aber besser als nix, denk ich.

Damit war unser Tag aber noch lange nicht am Ende, auf dem Rückweg sind wir dann nach Tanah Lot gefahren, einem Tempel, der im Wasser in einem Stein errichtet wurde. Angeblich ist das aber kein Original mehr, was da steht. Kati und Stevie kennen Bali ja noch als es nicht ganz so touristisch war und ich kann immer noch nicht glauben, dass es da vor 10 Jahren nur eins zwei Stände gegeben hat. Tanah Lot war echt die Krönung, wir mussten an ca. 100 Läden (u.a. einer Art Kino) vorbei, um zum Tempel zu gelangen. Einfach nur krass.

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Der Eingang zur Shoppingmeile – äh, dem Tempel

Solche Svastikas wie in einem der Bilder zu sehen ist, gibt es hier ständig. Seit 6.000 Jahren wird dieses Symbol verwendet, u.a. auch von den Hindus, und bedeutet wörtlich übersetzt „das (zum) Gutsein gehörige“. Mir hat auch ein Hindu erzählt, dass es für sie etwas im Sinne von „immer den richtigen Weg gehen“ bedeutet. Als Deutsche ist es aber doch erstmal verwunderlich, wenn man das Symbol an jeder zweiten Haustür sieht.

Der Tempel an sich war schon recht hübsch, nur war auch hier viel zu viel los und das Wetter war immer noch ungünstig, um schöne Fotos zu machen.

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Tanah Lot – der Wassertempel

Stevie, Kathi und ich sind sogar mit FlipFlops zum Tempel rübergewatet und haben unsere Hände sowie Gesicht im heiligen Wasser waschen dürfen. Gegen eine kleine Spende bekam man dann noch Reis auf die Stirn geklebt und eine Blume hinters Ohr gesteckt. Mit diesem Tempel war unsere Sightseeing-Tour dann aber beendet und wir sind heim in unser Hotel. Abschließend noch einmal mit Norman geklärt, dass er uns wirklich erst am Dienstag wieder abholt, nicht am nächsten Tag und dann gab es Abendessen bei einem kleinen Italiener. Stevie und ich hatten jeweils eine durchaus leckere Pizza, die restlichen Gerichte waren wohl eher unterdurchschnittlich.

Der darauffolgende Tag war ganz der Entspannung gewidmet und wir waren nach einem Frühstück nur am Strand. Leider habe ich an diesem Tag unseren Freund, den Liegenverleiher nicht gleich gefunden und fälschlicher Weise dann bei einem jungen Typen Liegen gemietet. Ach, das tat mir aber leid, als Kati ihn mir kurz darauf gezeigt hat, habe mich bei dem Herrn aber entschuldigt und ich glaube er hat mir verziehen. Da dieser Tag recht unaktiv war, gibts auch nur ein Foto vom Sonnenuntergang.

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Sonnenuntergang am Double Six Beach

Abends waren Stevie, Kathi und ich noch im wie wir es nennen „billig, billig, voll, voll“ essen. Der Laden hieß bei uns so, weil er immer voll war und dann auch noch billig. Dort hatten wir wirklich gutes indonesisches Essen, ich z.B. Chicken Sate (Spieße) mit Erdnusssoße. Kathi und Stevie hatten bei ihrer Massage vorher gehört, dass an diesem Abend eine balinesische Zeremonie stattfinden sollte. Nun liefen wir dort hin wo uns gesagt wurde, aber nichts, der gesamte Stadtteil war einfach nur komplett dunkel. An einer Straßensperre liefen wir vorbei immer weiter durch die Dunkelheit. Ein alter Mann hatte zwar etwas zu uns gesagt, als wir an der Sperre vorbeiliefen, aber da wir weder Bahasa noch Bali sprechen, wussten wir auch nicht was er von uns wollte. Nun gut, wir liefen immer weiter, bis wir wieder an einer Sperre vorbeikamen. Dort durften wir dann plötzlich nicht mehr zurück und erfuhren, dass die Zeremonie „secret“ sei. Unser Heimweg verlängerte sich dementsprechend, da wir einen Umweg laufen mussten und dann auch noch in einer Sackgasse landeten. Ausnahmsweise hatte ich mal ne gute Idee und schlug vor, dass wir anstatt alles zurück zu laufen, einfach durch eines der Luxushotels in der Straße durchlaufen, da die mit Sicherheit einen Ausgang zum Strand hätten. Gesagt, getan, der Herr von der Hotel Security war sehr behilflich und meinte klar könnten wir da durchlaufen. Der Plan ging auf und 5 Minuten später waren wir wieder daheim und haben den Abend mit einem Bier auf unserem Balkon ausklingen lassen.

Dienstag war es dann soweit wir wechselten den Ort, denn keiner von uns wollte die gesamte Resturlaubszeit in Legian bleiben. So kombinierten wir eine weitere Sightseeing-Tour mit dem Umzug nach Padang Bai. Auf unserem Weg hielten wir mal wieder bei einem Tempel und zuerst wollte keiner von uns dort hin, da diese auch jedes Mal Eintritt kosten. Zu unserer Überraschung hier nicht, es sollte nur gespendet werden. Haben wir getan und uns auch brav in die Spenderliste eingetragen, man findet uns unter Hans Heinzelmann aus Österreich“. Jetzt wo ich ein paar Tempel gesehen habe, muss ich sagen, der hier hat mir eigentlich fast am Besten gefallen.

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Tempel: Name unbekannt

Wie man auf den Bildern sieht, hatten wir aber auch gutes Wetter. So gut, dass ich fast zerflossen bin beim Herumschauen.

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Nach der Tempelbesichtigung hat unser Fahrer uns noch ermöglicht lokale Künstler zu besuchen und deren Werke käuflich zu erwerben, die waren aber viel zu teuer, so dass wir dort nur herumgelaufen sind, aber ne hübsche Ganesh Statue hatten sie im Eingang stehen.

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Unser nächster Halt war die Stadt Ubud, so eine Art kulturelle Hauptstadt Balis. Wir waren aber an diesem Tag erst um 10.00 Uhr losgefahren, so dass wir in Ubud nur anderthalb Stunden hatten. Dort haben wir uns noch einmal eine kleine religiöse Stätte angeschaut sind über den Markt gelaufen und haben zu Mittag gegessen.

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Ubud

Eigentlich war der Plan nach Ubud noch zum Muttertempel zu fahren, dies wären allerdings 2 Stunden Fahrt dorthin gewesen und Kati und Stevie kannten ihn schon, so dass wir uns entschlossen uns nur noch Goa Gajah anzuschauen und danach direkt weiter nach Padang Bai zu fahren. Goa Gajah bedeutet Elephant Caveist wohl mal ein Palast gewesen und erst 1950 wurde ein verschüttetes Badebecken dort entdeckt.

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Goa Gajah

Kathi und ich sind nicht direkt zu der interessant aussehende Höhle gegangen, sondern ein paar Treppen hinunter, an einem Wasserfall vorbei.

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Als wir die Treppen auf der anderen Seite hochliefen, kamen wir an einer Art Steinbalkon vorbei, auf dem ein alter sehr verwirrt aussehender Mann saß und die ganze Zeit schrie „come, come“, keine Ahnung seit wann der da gewohnt hat… auf unserem Weg zurück passierten wir natürlich noch den ein oder anderen Verkaufsstand.

Am Ende sind wir dann auch in die Höhle, aber richtig spannend war das nicht, dort gab es die in oder andere Götterfigur.

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Da ich irgendwie die Einlasskontrolle pasiert hatte ohne mein Ticket abzugeben, habe ich das dann einer Frau geschenkt, die sich das Ganze noch anschauen wollte. Die wollte mir erst das Geld dafür geben, aber das war meine gute Tat für den Tag und ich habe ihr das Ticket freilich geschenkt. Dann war es soweit und wir fuhren zu unserem nächsten Ort auf Bali: Padang Bai. Mittlerweile schrieben wir den 03. Dezember, was hieß, dass wir in meinen Geburtstag reinfeiern würden. Eigentlich wollten wir dafür in Kuta/Legian bleiben, aber so dolle war die Party da jetzt auch nicht (wir unternahmen ja immerhin einen Versuch) und laut Internet existierte auch in Padang Bai ein Nachtleben. So checkten wir ein im Padang Bai Beach Resort. Der Ort ist ein kleines Fischerdorf, das sehr gut zum Tauchen und Schnorcheln ist. Sehr groß ist es wirklich nicht, Stevie und Kathi haben es in 30 Minuten fast durchlaufen gehabt. Die Managerin vom Hotel erzählte uns dann auch, dass es genau eine Bar gibt, die länger als 22 Uhr aufhat – da war die Wahl wo es reinzufeiern galt schon getroffen. 🙂

In der Angst, dass es evtl. nichts wird mit Party, haben wir das Prinzip (danke Herr Marx für den Tipp) „Hoch die Tassen“ befolgt und uns im Restaurant einen Weißwein bestellt. Der war ausnahmsweise nämlich mal fast erschwinglich und zur Feier des Tages hat die Gemeinschaftskasse es mal krachen lassen. Nach einem sehr guten Essen, ging es dann ins Babylon. Dort war schon gut was los, es spielte eine Liveband und der Kellner kam lustiger Weise an den Tisch und sang aus Spaß „Happy Birthday“ als er die Tischkerze anzündete, als wir ihn darauf aufmerksam machten, dass mein Geburtstag wirklich kurz bevor stünde war er ganz begeistert, teilte mir aber mit, dass die Live-Band nur bis 23 Uhr spielt und dann vorher ein Geburtstagsständchen singen muss. Was soll ich sagen, es war ein super cooler Abend und am nächsten Tag gings uns allen schlecht. 🙂 So wie ich das geplant hatte, hehe. Wir lernten noch einen jungenn Mann aus Whales kennen, dessen Name für mich immer noch nicht abschließend geklärt ist. In der Gruppe herrschten verschiedene Namen für ihn vor, Griffin, Gary oder Gariff…is ja eigentlich auch egal. Zumindest hat er uns einen Tequilla ausgegeben. Harter Alkohol ist in Indonesien ja so ne Sache, Stichwort Ethanolvergiftung, wir haben es aber alle überlebt und sind nicht blind geworden. Wobei sich am nächsten Tag auch herausstellte, dass ich wohl die Einzige war, die das Glas überhaupt komplett ausgetrunken hatte!

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Endlich 30! 🙂

Laut Beschreibung meiner Zimmermitbewohnerin Frau M. bin ich wohl in dieser Nacht einfach ins Bett gefallen und habe nichts mehr getan, man muss sich ja jetzt ausruhen mit 30!

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