Yogyakarta: Kultur auf Java

Wie bereits erwähnt sind wir entspannt zum Flughafen gefahren. Die Bezeichnung flughafennah sollte Booking.com auch noch einmal überdenken, denn wir waren gut eine Stunde unterwegs, hat uns aber eigentlich auch nichts gemacht. Überraschend war dennoch, dass wir schon auf dem Weg in den Flughafen anstehen mussten…

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Warten vor dem Flughafen, eine neue Erfahrung

Nach einer direkten Durchleuchtung unserer Taschen und dem Aufgeben unseres Gepäcks, haben wir noch schnell einen Snack gegessen und sind zu unserem Gate. Also, wären wir, wenn wir gewusst hätten welches Gate – an den Bildschirmen über den Gates standen nämlich keine Destinationen. Die Lautsprecherdurchsagen waren auch nicht wirklich gut verständlich, so dass wir einen LionAir Mitarbeiter nach unserem Gate fragten. Er meinte, wir sollen auf die Ansagen hören, mein dezenter Hinweis, dass man die nicht verstehen könnte, kommentierte er damit, dass er uns dann einfach holt. Was ein Service. 🙂 Wir fanden dann aber doch ohne Probleme das Gate und bestiegen das Flugzeug in dem eine Affenhitze war. Das hat dem schreienden Kleinkind in der Reihe hinter uns auch nicht gepasst. Arme Stevie, die saß neben dem Schreihals.

Nach einer Stunde Flug (oder weniger) landeten wir in unserem neuen zu Hause für die nächsten Tage: Yogyakarta, der kulturelle Hotspot Javas. Hier gibt es verschiedene Tempel zu besichtigen und auch ansonsten soll Tradition hier groß geschrieben werden. Zunächst ging es aber mit dem Taxi los in unser Hotel Ibis Styles. Sehr sehr hübsch und auch gar nicht so teuer, da wir durch günstige Umstände Rabatt erhielten. Es sei aber auch angemerkt, dass wir etwas Zeit brauchten uns in unserer kleinen Vierergruppe auf dieses Hotel zu einigen.

Da wir am Nachmittag ankamen, bezogen wir erstmal unsere Zimmer. Danach wurde die Rooftopbar erkundet und gleich einmal das typisch indonesische Bier „Bintang“ probiert. Wir probierten dies gar nicht so exzessiv, aber es langte um den Vorrat des Ibis zu erschöpfen und wir auch San Miguel umsteigen mussten. 🙂 Das Abendessen nahmen wir im Ibis Restaurant ein, was etwas gehetzt war, da Kathi und ich noch ein Spezialangebot zur Massage angenommen hatten, wir gönnten uns das Couple-Special. 1 Stunde Massage für 200.000 Rupih / pro Person (=12 €). Die Massage war auch super, hätte ich nicht so gefroren, weil selbst dort die Klimaanlage auf voller Pulle lief. Danach bin ich direkt ins Bett gefallen, zu mehr war ich nicht mehr im Stande.

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Der Pool neben der Dachterrasse

Yogyakarta ist wie Jakarta eine große Stadt mit viel Verkehr und jede Menge besorgter Indonesier, die Angst haben, dass du vielleicht gerade in dem Moment in dem du es am dringend brauchen würdest, keinen Transport bekommst und dich liebevoll fragen „traaansport??? miss, darling, traaansport?“ Die Wahl hat man dann zwischen Rikschas und Pferdekutschen. So eine Kutsche würde ich nie besteigen, die Pferdchen sahen so schlecht aus, das ich das niemals unterstützen würde. Vielleicht steigen sie dann irgendwann komplett auf menschenbetriebene Fortbewgungsmittel um, wenn kein Tourist das mehr in Anspruch nimmt. Unser Hotel lag sehr direkt und so schlenderten wir an unserem ersten Tag ein wenig durch die Straßen – immer auf der Suche nach einem Schnäppchen.

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In den Straßen Yogyakartas

So verging der Vormittag ganz gut und wir liefen als nächstes zu einer großen Markthalle in Yogya (wie der Insider sagt): dem Pasar Beringharjo. Dort wird von Elektronik über Klamotten bis hin zu frittierter Fledermaus alles verkauft. Das Probelm an den Klamotten ist, das es keine schönen gibt. Totale Reizüberflutung, alles bunt und davon abgesehen nicht wirklich tragbar für Europäer. Im unteren Geschoss werden Lebensmittel jeglicher Art angepriesen. Dort sprach uns ein Herr an, der uns danach mehr ungefragt den Markt zeigte. Das war aber eigentlich ganz cool, denn er konnte uns endlich erzählen was das so war, was wir da sahen. So sind diese Kartoffelchips ähnlichen Dinger, frittiertes Gemüse – generell frittieren Indonesier gerne, was ja zunächst einmal in meiner Weltanschauung nichts schlechtes ist.

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Gemüsechips

So ging es immer weiter über den Markt: Gemüse, Fisch, Gewürze und frittierte Fledermäuse

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Alles was das Herz begehrt

Unserem Guide haben wir ein wenig Trinkgeld gegeben und uns dann verabschiedet. Wir liefen noch durch ein großes Geschäft, das sämtliche Arten von Souvenirs verkauft, beliebt sind hier Schattenspielfiguren oder Puppen für indonesisches Kasperletheater (soll nicht abwertend gemeint sein, aber so heißt das ja nun mal bei uns). In einer Mall direkt um die Ecke versuchten wir landestypisch zu essen, was gar nicht so einfach war, da das gewählte Restaurant nicht genug Bilder neben den Namen der Speise hatte und wir somit nicht genau wussten was kam und so dolle wars leider auch nicht.
Wir kontrollierten anschließend den Warenvorrat des Hotels und konnten voller Freude feststellen, dass es wieder Bintang gab. Danach nahmen Kati und Stevie die Spa-Leistungen des Hotels in Anspruch und Kathi und ich reservierten einen Tisch in einem sehr süßen kleinen Restaurant, das von einem Franzosen betrieben wird Kesuma.

Das Essen sowie die Atmosphäre dort waren super, nur gab es keinen Wein. Der ist in Indonesien wie harter Alkohol sehr sehr teuer, weil man dafür eine bestimmte Lizenz braucht und somit der Alkoholkonsum gesenkt werden soll. Im Ibis hätte eine Flasche rund 40€ gekostet und das wäre noch nicht mal eine außergwöhnliche gewesen. Hier eine Auswahl der Speisen:

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Wir hatten einen sehr netten Abend (Mitreisende mögen mich bitte über die Kommentarfunktion korrigieren, falls nötig) und ich denke, wir schliefen alle glücklich und satt ein.

Der nächste Tag sollte dann eines meiner Highlights in diesem Urlaub (von meinem 1-Jahresurlaub) werden. Wir hatten uns einen Fahrer für diesen Tag genommen, den wir über das Hotel gebucht hatten. Mit ihm fuhren wir nach Borobodur – einer der wichtigsten Tempelanlagen in Südostasien und ein Relikt der blühenden Zeiten des Buddhismus auf Java. Indoensien ist ja zu 98 % muslimisch, wenn ich mich nicht irre, aber alles was man sich hier anschaut hat was mit Buddhismus oder Hindusimus zu tun. Als wir auf dem Parkplatz ankamen, stand der kleine Van noch nicht richtig und es kam eine Gruppierung von Staßenverkäufern auf uns zu. Wir wollten aber weder Mützen noch Sarongs (noch nicht) oder kleine Borobodur Imitate. Am Eingang der Anlage nahmen wir uns einen Guide, für 75.000 Rupih, sprich 5 €. Der Herr war sehr nett und wusste einiges, der Tempel wurde im 9. Jahrhundert errichet, verschwand aber 1006 unter einer Aschedecke nach einem Vulkanausbruch. Wiederentdeckt wurde er 1814 und im Jahre 2010 passierte genau das gleiche oder selbe, je nachdem was grammatikalisch richtig ist.

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Borobodur von der Ferne aus

Borobodur liegt auch nicht auf einem Hügel, sondern wurde um einen herum gebaut. Man kann auch nicht irgendwie in das Innere des Tempels gehen, sondern sich auf den verschiedenen Stockwerken aufhalten. Diese sind gesäumt von wundervollen Verzierungen, die in den Stein gemeißelt sind. Die Wände erzählen verschiedene Geschichten, die total toll waren. So opferte sich ein Stier, der mit einem Affen befreundet war, als ein Fremder diesen Essen wollte und der Stier ließ sich essen.

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Man entdeckt auf jeder der vier Seiten des Tempels 72 Buddhas, deren Handbewegungen haben unterschiedliche Bedeutungen. Eine unserem Stopphandzeichen ähnliche Geste bedeutet im buddhistischen „Don’t worry“. 🙂

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Auf der obersten Etage finden sich dann jede Menge Glocken und unter jeder sitzt ein Buddha!

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Buddha versteckt unter Glocke – leider wird ihm oft der Kopf geklaut 🙁

Von dort oben hatte man auch eine tolle Sicht.

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Befremdlich war zunächst, dass ständig Leute kamen, die Fotos mit uns wollten. Eine Viezahl von Schülern, die wohl etwas über andere Kulturen lernen sollten. Sorry Deutschland, unsere einhellige Meinung war, es wäre typisch für uns viel zu trinken, Goethe und Schiller sind mir erst danach eingefallen. Zum Teil waren wir mit richtig vielen Leuten auf dem Bild, man hätte denken können wir wären eine Art indonesischer Wu Tang Clan.

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Wir haben neue Freunde gefunden

Nachdem wir es schafften uns auch noch etwas anzuschauen anstatt Fotos zu machen, verließen wir Borobodur und fuhren zu einem weiteren Tempel: Mendut. Er ist nur 3,5 Kilometer entfernt gelegen und so hielten wir dort. Nach kurzer Verhandlung mit unserem Fahrer war auch für diesen Tempel das Eintrittsgeld in unserem Ausflugspaket enthalten (man kanns ja mal versuchen nicht wahr) und wir schauten uns diesen Tempel auch noch an. Im Inneren befindet sich eine Buddhastatue und zwei seiner Schüler.

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Mendut-Tempel

Direkt nebenan befindet sich das Mendut Kloster, wo wir trotz sengender Hitze auch noch schnell drüber gelaufen sind.

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Mendut Kloster

Im klimatisierten Auto ging es nun zum Mittagessen, das hatte der Herr aus dem Reisebüro uns freundlicher Weise geschenkt. Es war schon eine Art Tourifalle, aber sehr hübsch gelegen und das Essen war gut. Der Ausgang führte uns natürlich durch eine Silberwerkstatt inkl. Verkaufsraum. Wir wollten aber alle nichts kaufen, als ich von der Toilette wiederkam, sah ich Teile meiner Reisegruppe kleine Körbe mit Sachen füllen – zum Glück wollten wir nichts kaufen. 🙂

Damit war unser Tag aber noch lange nicht vorbei. Es hatte mittlerweile, wie schon am Vortag, angefangen zu regnen. Wie praktisch wenn man da ein Schlauchboot auf dem Dach hat.

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Unser nächstes Ziel war der Vulkan Gunung Merapi, oder besser gesagt der Ort an dem er liegt: Kaliurang. Nun ist dieser Vulkan der aktivste des Landes und man kann nicht auf ihn hinauf – ein wenig kann man an ihm hochlaufen, aber das Wetter motivierte uns nicht wirklich, vor allem mich nicht. Nach zähen Verhandlungen in denen wir zwei Regencapes für Kathi und mich rausschlugen nahmen wir uns einen Jeep inkl. Fahrer, der uns ein paar interessante Punkte rund um den Vulkan zeigen sollte. Immerhin konnte man den Vulkan ein wenig durch die Wolken erspähen.

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Vulkan Merapi

Unser Fahrer konnte kein Englisch, so beschränkten sich unsere Kommandos auf „Stop„, wenn wir ein Foto machen wollten und auf „Go“, wenn wir damit fertig waren. Beim Ausparken ist er mit seinem Jeep erstmal gegen den dahinterstehenden gerollt, das gibt einem doch ein gutes Gefühl. Ich denke, hätten einige Teile unserer kleinen illustren Runde gewusst, wie die Fahrt werden würde, hätten sie sie nicht angetreten. Der junge Herr, der uns ansprach, ob wir nicht eine Tour machen wollen würden, meinte die Fahrt würde etwas holprig werden…hmmmm, das war kein Ausdruck.

So quetschten wir uns alle in den Jeep, Stevie auf dem Vordersitz, wir anderen drei hinten letzte Reihe (gab ja nur die). Die Straße war gut matschig und rutschig durch den Regen und eigentlich würde ich das auf dem wir da gefahren sind auch gar nicht Straße nennen. Die Fotos sind leider nicht so gut geworden, da wir uns sehr gut festhalten mussten als wir den ersten Teil der Strecke durch eine Art Kiesgrube fuhren und uns den Weg teilen mussten – mit Lastern, die gefährlich schwankten dank ihrer Ladung.

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Nachdem wir das überstanden hatten, hätten wir fast was interessantes nicht gesehen. Wir dachten der Fahrer hätte uns zu einem Einkaufskiosk gebracht und baten ihn schon umzudrehen bis wir merkten, dass wir vor den Resten eines Dorfes standen, das 2006 von pyroklastischen Strömen (schnellfließende Masse aus heißer Asche, Gasen und Gesteinsstücken) zerstört wurde.

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Gruselig fand ich ja die Fotos, die den Vulkan beim Rauch spucken zeigten und in diesen Wolken konnte man dämonenhafte Gesichter entdecken! Weiter ging es über Stock und Stein zum Bunker, in dem damals Menschen zur Evakuierung untergebracht wurden. Das war auch scary, vor allem war der gar nicht so groß…

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Der Bunker

Auf dem Rückweg hielten wir noch an einem Stein, der aussieht wie ein Mensch, das haben die hier wohl drauf, so was zu sehen.

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Stein mit Gesicht

Von dort aus konnte man auch den Weg sehen, den dieser heiße Strom durch die Landschaft genommen hatte.

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Desweiteren kamen wir noch an mehr zerstörten Häusern vorbei, die vielleicht sogar mal ganz nett ausgesehen hatten.

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Als die Fahrt danach zu Ende war, waren wir alle wohl sehr froh, dass wir uns nun auf dem Heimweg befanden. Kathi und ich waren nochmal im Hotel zu Abend essen und dann war der Tag auch schon vorbei.

Der nächste Tag brachte wieder einen Ausflug mit sich. Zunächst fuhren wir zu einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Yogyakarta selbst, dem Sultanspalast, genannt Kraton. Der ist nur weniger wie eine Sehenswürdigkeit hergerichtet, weil der Sultan dort wirklich wohnt. Als Sultan wird man geboren und bis vor einiger Zeit hatte dieser auch noch mehr als eine Frau, der aktuelle lebt aber monogam und hat 5 Töchter. Was ihn ärgern dürfte, denn nur männliche Nachfolgen können Sultan werden, so wird nach seinem Tod sein Bruder oder dessen Sohn das Zepta übernehme – hat uns übrigens alles die Dame erzählt, die unser Guide war.

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Der Sultanspalast

Der Vater des aktuellen Sultan war leidenschaftlicher Koch, weshalb auch Küchengeräte in einem kleinen Museum ausgestellt wurden. An sich war das Ganze jetzt aber nicht so spannend. Wir konnten noch eine Aufführung eines Puppentheaters mit musikalischer Begleitung anschauen, aber auch das hat mich persönlich jetzt nicht so vom Hocker gerissen.
Direkt danach sind wir zum Wasserschloss „Taman Sari“ gefahren worden. Diese Anlage mit mehreren Schwimmbädern diente dem Sultan als Badetempel. Ein Pool für seine Frauen, einer für die Kinder und sein eigener. Das sah bestimmt al sehr hübsch aus, war nun aber doch etwas runtergekommen.

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Taman Sari

Im Garten dahinter konnten wir uns noch davon ein Bild machen wie hier Batik Waren hergestellt werden sowie die Schattenspielfiguren. Natürlich kann man diese Arbeiten auch kaufen, unser Guide hatte praktischer Weise auch noch einen Shop mit eben diesen Waren und Gemälden.

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Indonesische Handwerksarbeitenk

Mit dem Auto ging es anschließend zu einer weiteren beeindruckenden Tempelanlage: Prambanan. Javas größte hinduistische Tempelstätte mit über 50 Gebäuden. Doch auch hier, diese Stätte wurde schon zweimal von einem Erdbeben heimgesucht, letztes Mal in 2006 und eine Vielzahl der kleinen Tempel sind zerstört worden und ihre Steine liegen einfach so herum. Für den Wiederaufbau eines Tempels brauchen die Indonesier 1 Jahr, somit kann das noch ein wenig dauern bis sie damit fertig sind.

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Prambanan

Mit 47 Metern ist der Shiva Tempel der höchste. Ehrlicher Weise muss ich aber sagen, dass ich anhand der Fotos nicht mehr erkennen kann wo genau wir jetzt rein durften und wo nicht. Denn seit dem Erdbeben sind bestimmte Teile nicht mehr zugänglich und man muss einen schicken blauen Bauarbeiterhelm tragen, um das Gelände betreten zu dürfen.

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Nehme an das war der Shiva-Tempel

Aber auch hier erzählen die Tempel Geschichten so wie die von Rama und Sita. Die angeblich schönste Liebesgeschichte Indiens, denn Rama gewinnt Sita bei einem Wettkampf. Danach wird sie ihm aber entführt. Zum Glück kann er sie retten. Um jedoch ihre Unversehrtheit zu prüfen, zündet Rama Sita an. Doch da sie immer noch unschuldig ist, krümmt ihr das Feuer kein Haar – muss Liebe schön sein. Es gibt einen weiteren Tempel, der der Göttin Durga gewidmet ist. Dort streicht man ihr (als Frau) 3 mal über die Wange und über die eigene und man erlangt angeblich unglaubliche Schönheit. Ein weiterer Tempel ist für Shivas Sohn Ganesh (der Elefant) und ein kleiner Tempel ist für Shivas Reittier Nandi, einen Bullen errichtet worden. Ganeshs Tempel durfte man aber leider nicht betreten, weshalb meine Fotos nichts geworden sind, gibts nur den Bullen und weitere Tempelansichten.

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Nach unserer geführten Tour wollten wir mit einer kleinen Bahn zu weiteren Stätten Prambanans fahren. Diese fährt auf dem Tempelgelände herum und war in unserem Eintrittspreise inkludiert. Bis diese los fuhr – das dauerte aber…dafür wurde versucht uns ein Tandem zum Ausleihen anzudrehen. So spektakulär war das dann aber nicht mehr, da die Tempel arg zerstört waren.

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Mittlerweile waren wir alle sehr ausgehungert und wollten gerne zu McDonalds (der Richtigkeit halber nicht alle.) Unser Fahrer meinte aber der wäre zu weit weg und fuhr uns eigenmächtig irgendwo in die hinterste Wallachei, wo keiner von uns essen wollte. Somit sind wir direkt nach unserem kleinen Umweg weiter zur letzten Station des Tages: Ratu Boko.

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Ratu Boko

Mir war aber mittlerweile vor lauter Hunger die Lust am Tempelschauen vergangen, zumal hier wirklich nicht mehr viel übrig war. So besichtigten wir diese Stätte nicht ganz so lange und fuhren direkt zu McDonalds. 🙂 Nach unserem Mahl gingen wir zurück ins Hotel. Danach stand die große Sache bevor ein Hotel für Bali zu buchen, zu viert saßen wir mit unserem Bier beschallt von der Live-Band in unserer Dachterrassenbar und suchten Hotels, nach gut 2,5 Stunden fand sich auch eines, danach hieß es packen und schlafen, denn unser Flug nach Denpasar ging um 07.30 Uhr.

4 Gedanken zu “Yogyakarta: Kultur auf Java

  1. …Yogyakarta, auch nicht schlecht, werde jetzt gleich in Google Maps schauen, wo Denpasar liegt…
    Übrigens – für deinen Grammatikunterricht: ich merke mir den Unterschied in der Benutzung von das Selbe oder das Gleiche mit einer Eselsbrücke wie folgt: Wenn es ein und das Selbe ist, nimmt man das Selbe, sonst das Gleiche. Bis zum nächsten Mal, weiterhin Hals und Beinbruch, deine Kerstin (und schreibe mir mal dein Geb.datum – DANKE!)

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